SKANDAC
Skandinavischer Akademischer
Club
deltar i Skandinaviska klubbens evenemang:
Statt dem
traditionellen Frühlingsfest planen wir dieses Jahr einen besonderen Anlass, zu
dem wir auch Skandac eingeladen haben! Eigentlich sollte es heissen „Scandinavians go Züri-West“. Wir
erschliessen einen boomenden Trendstadtteil, den viele von uns gar nicht
kennen.
Kernpunkte des
Anlasses sind eine Führung im Schauspielhaus Schiffbau und das Nachtessen im
Restaurant LUMEN.
Wir schlendern zuerst
durch das Gebiet des Maag-Areals, mit seinen
besonderen Läden und Restaurants, an der MusicHall
vorbei, ins Les Halles, wo man sich wie in Paris fühlt (und wo es in allen
Monaten mit „r„ Moules gibt!), zum Puls 5, eine in ein Geschäfts- und
Kulturzentrum umgebaute alte Fabrikhalle.
Einen sehr
interessanten Aspekt dieses Stadtteils sehen wir im letzten Teil unserer
Erkundungstour. Wir besichtigen eine der speziellen Wohnüberbauungen, Limmat-West. Mit hoffentlich vielen Eindrücken geht’s von
dort ins Restaurant LUMEN, wo uns meine Tochter Nina (auf Wunsch auch Dänisch!)
betreut. Dort schliessen wir unseren Züri-West-Tag
mit einem guten Abendessen!
Dieses befindet sich
unter der Hardbrücke, beim Bahnhof Hardbrücke und den Haltestellen Bhf
Hardbrücke oder Pfingstweidstrasse der
Busse 33, 72 oder 54.
Für diejenigen, die
später dazu stossen wollen, treffen wir uns um
15.45 im Foyer Schiffbau zur Führung
im Schauspielhaus.
Für diejenigen, die
nur zum Nachtessen kommen:
18.30 im Restaurant LUMEN, Hardturmstrasse
125 (Tram Nr. 4 bis Förrlibuckstrasse).
Es wird ein
3-gängiges skandinavisch-geprägtes Nachtessen serviert (auch vegetarisch
möglich), das die Teilnehmer selbst bezahlen.
Näheres übers
Restaurant unter www.lumen-gastro.ch
Parkieren kann man z.B. bei
Jean Frey AG (samstags).
Die Kosten für die
Führung und den Apéro werden von den Clubs
übernommen.
Anmeldung spätestens bis 17.
April
Bei Yvonne Helweg
Tel 044 362 37
18
E-mail: yhelweg@bluewin.ch
Mit Angabe, an
welchen Teilen des Anlasses teilgenommen wird
och vilken menue, om du deltar i middagen!
1.Renntier-Entrecôte auf Süsskartoffelpurée,
Spargel mit Portweinjus
2.Schweinsfilet mit Zwetschgen,Tagliatelle,
Cognacsauce.
3.Vegi: Tagliatelle mit
Morchelrahmsauce und grünem Spargel
(Vorspeise: Gravad Lax, Dessert: Rødgrød
med fløde)
Für das 3-gängige Menu sind die Preise Nr1: Fr.67.- und die anderen zwei
Fr.55.-
Das
ehemalige Industriegebiet im Westen von Zürich wandelt sich zum aufstrebenden
Stadtteil mit vielfältiger Nutzung und grossstädtischem Flair
Das langgezogene Quartier, das sich vom Hauptbahnhof,
eingerahmt von den Geleiseanlagen und der Limmat,
nach Westen hin erstreckt, galt vor zehn Jahren noch als Inbegriff für
Drogenelend und Verslumung. Das Leben in den
Wohngebieten nahe beim Bahnhof drohte bis zur Auflösung der offenen Szene 1995
abzusterben. Rückblickend gehören jedoch gerade die Jahre der wirtschaftlichen
Krise zu den Ursachen, die eine unerwartete und rasante Trendwende
ermöglichten. Die leer stehenden Industriehallen riefen förmlich nach
sinnvollen Zwischennutzungen. Wie Pionierpflanzen auf unwirtlichem Gelände
belebten risikofreudige Kleinunternehmer erste Nischen. Partylokale und damals
noch halblegale Bars richteten sich ein, Kunsthandwerker, Freiberufler, kleine Dienstleister und Gewerbetreibende nutzten die Gunst der
Stunde, renommierte Galeristen ergriffen die Möglichkeiten, die die einstigen
Produktionshallen boten.
Ein Hauch von Soho
Heute
ist Zürich West das Trendquartier schlechthin mit einem Hauch von
Soho.
Eine Schönheit ist es nicht. Mittendrin steht eine Kehrichtverbrennungsanlage.
Die schnurgerade, hässliche Hardbrücke durchschneidet
den Stadtteil von Nord nach Süd. Einzelne Wohnhäuser kontrastieren mit
unförmigen Zweckbauten. Anderswo wird das Nebeneinander von alt und neu
zelebriert: Auf dem Areal von Sulzer-Escher-Wyss
restaurieren Bauarbeiter gegenwärtig die über hundertjährige, 1987 stillgelegte
Giessereihalle. Sie bildet in Zukunft den Kern eines 170 Meter langen
siebenstöckigen Glaspalastes, der darum herum erstellt wird. Die klingenden
Namen aus der Blütezeit der Industrialisierung leben mit anderer Bedeutung
fort. Auf dem Steinfels-Areal (der Seifensieder verlegte die Produktion 1986
aus der Stadt.) entsteht eine riesige Wohnüberbauung. Maag
steht nicht mehr für Zahnräder, sondern für einen Komplex, wo sich auf
faszinierende Weise neben vorderhand noch industriell genutzten Werkstätten ein
Kaleidoskop unterschiedlichster Mieter, von der Modedesignerin bis zum
Architekten, eingemietet hat. In der Maag-Halle
werden z.B. Musicals aufgeführt. Entlang
der Limmat, wo einst das Textilunternehmen Schoeller wirtschaftete, leben heute mehrere hundert
Menschen in «Limmatwest», der bisher grössten
Wohnsiedlung im Quartier.
Boomtown im Nordwesten.
Bedenken,
das schmale Areal am schattigen Flussufer, durchschnitten von einem
Bahnviadukt, sei dafür ungeeignet, erwiesen sich als unbegründet. Die meisten
der 320 Wohnungen waren vor Bauabschluss verkauft oder vermietet. Beim Begriff
«Toni Molkerei» denken Zürichs Nachtschwärmer nicht an Joghurt, sondern an ein
gestyltes Szenelokal.
Zürich
West umfasst das Gebiet vom Hardturm bis zur
Bahnlinie nach Wikpingen, deren gekrümmter Viadukt
die Trennlinie zwischen dem Wohnquartier und den Arbeitsgebieten im Kreis 5
bildete. Gut 5000 Einwohner sollen hier einmal leben, gegen 20 000
Arbeitsplätze zumeist neu entstehen.
Es
waren Kulturschaffende verschiedener Sparten sowie das Migros-Museum
und die Kunsthalle im Löwenbräu-Areal, die als Erste den Trend setzten. Das
Schauspielhaus hat ihn mit seinem Entscheid, die einstige Schiffbauhalle auf
dem Escher-Wyss-Areal zur Bühne auszubauen, noch
verstärkt und einen Anziehungspunkt geschaffen.
Bier, frisch ab Turbine
Welch
guter Nährboden Zürich West, wie im 19. Jahrhundert, für Unternehmensgründungen
ist, zeigt beispielhaft Zürichs einzige Bierbrauerei. 1997, ein Jahr nach der
Stilllegung von Hürlimann, fingen einige Pioniere an
in einer unwirtlichen Ecke in einem Keller an, Bier zu brauen. Der Kampf um die
Finanzierung sei, so schreiben sie heute ironisch, geprägt gewesen von «mit
Mitleid erfülltem Schulterklopfen der Kreditchefs diverser
Banken». Die Alternative Bank sprang ein und das
«Turbinenbräu»
avancierte rasch zum Partybier von Zürich. Inzwischen reichen die
Produktionsanlagen nicht mehr aus. In diesem Jahr bezieht der Betrieb geeignetere Räumlichkeiten südlich der Geleiseanlagen.
Die
erfolgreichen Jungunternehmer betrachten Bier als «lokales Frischprodukt» und
werden damit weiter - nicht nur in Zürich West - die Trendlokale versorgen.
Auch
eine neue Tramlinie ist geplant, man kann im Infotram neben dem Schiffbau mehr
darüber erfahren.
Diese
Informationen, aus der Presse zusammengetragen, haben hoffentlich in
Vielen die Lust erweckt diesen Stadtteil
kennenzulernen und bei unserem Samstags-Event am
23.4. dabei zu sein.
Yvonne
Helweg