SKANDAC

Skandinavischer Akademischer Club

 

deltar i Skandinaviska klubbens evenemang:

 

Scandinavians go West! 

 

Samstag 23. April 2005

 

Statt dem traditionellen Frühlingsfest planen wir dieses Jahr einen besonderen Anlass, zu dem wir auch Skandac eingeladen haben! Eigentlich sollte es heissen „Scandinavians go Züri-West“.  Wir erschliessen einen boomenden Trendstadtteil, den viele von uns gar nicht kennen.

Kernpunkte des Anlasses sind eine Führung im Schauspielhaus Schiffbau und das Nachtessen im Restaurant LUMEN.

Wir schlendern zuerst durch das Gebiet des Maag-Areals, mit seinen besonderen Läden und Restaurants, an der MusicHall vorbei, ins Les Halles, wo man sich wie in Paris fühlt (und wo es in allen Monaten mit „r„ Moules gibt!),  zum Puls 5, eine in ein Geschäfts- und Kulturzentrum umgebaute alte Fabrikhalle.

Einen sehr interessanten Aspekt dieses Stadtteils sehen wir im letzten Teil unserer Erkundungstour. Wir besichtigen eine der speziellen Wohnüberbauungen, Limmat-West. Mit hoffentlich vielen Eindrücken geht’s von dort ins Restaurant LUMEN, wo uns meine Tochter Nina (auf Wunsch auch Dänisch!) betreut. Dort schliessen wir unseren Züri-West-Tag mit einem guten Abendessen!

 

Treffpunkt  14.00  vor dem Eingangstor zum Maag-Areal, Hardstrasse 219

Dieses befindet sich unter der Hardbrücke, beim Bahnhof Hardbrücke und den Haltestellen Bhf Hardbrücke oder Pfingstweidstrasse der Busse 33, 72 oder 54.

 

Für diejenigen, die später dazu stossen wollen, treffen wir uns um

15.45 im Foyer Schiffbau zur Führung im Schauspielhaus.

 

Für diejenigen, die nur zum Nachtessen kommen:

18.30 im Restaurant LUMEN, Hardturmstrasse 125 (Tram Nr. 4 bis Förrlibuckstrasse).

Es wird ein 3-gängiges skandinavisch-geprägtes Nachtessen serviert (auch vegetarisch möglich), das die Teilnehmer selbst bezahlen.

Näheres übers Restaurant unter www.lumen-gastro.ch

 

Parkieren kann man z.B. bei Jean Frey AG (samstags).

 

Die Kosten für die Führung und den Apéro werden von den Clubs übernommen.

Anmeldung  spätestens bis 17. April

 

Bei Yvonne Helweg

Tel 044 362 37 18

E-mail: yhelweg@bluewin.ch

Mit Angabe, an welchen Teilen des Anlasses teilgenommen wird  och vilken menue, om du deltar i middagen!


1.Renntier-Entrecôte auf Süsskartoffelpurée, Spargel mit Portweinjus
2.Schweinsfilet mit Zwetschgen,Tagliatelle, Cognacsauce.
3.Vegi: Tagliatelle mit Morchelrahmsauce und grünem Spargel
(Vorspeise: Gravad Lax, Dessert: Rødgrød med fløde)
Für das 3-gängige Menu sind die Preise Nr1: Fr.67.- und die anderen zwei Fr.55.-
 

 

 

 

 

 

 

 

Vom Industrie- zum Trendquartier: Zürich West als Modellfall

 

Das ehemalige Industriegebiet im Westen von Zürich wandelt sich zum aufstrebenden Stadtteil mit vielfältiger Nutzung und grossstädtischem Flair

Das langgezogene Quartier, das sich vom Hauptbahnhof, eingerahmt von den Geleiseanlagen und der Limmat, nach Westen hin erstreckt, galt vor zehn Jahren noch als Inbegriff für Drogenelend und Verslumung. Das Leben in den Wohngebieten nahe beim Bahnhof drohte bis zur Auflösung der offenen Szene 1995 abzusterben. Rückblickend gehören jedoch gerade die Jahre der wirtschaftlichen Krise zu den Ursachen, die eine unerwartete und rasante Trendwende ermöglichten. Die leer stehenden Industriehallen riefen förmlich nach sinnvollen Zwischennutzungen. Wie Pionierpflanzen auf unwirtlichem Gelände belebten risikofreudige Kleinunternehmer erste Nischen. Partylokale und damals noch halblegale Bars richteten sich ein, Kunsthandwerker, Freiberufler, kleine Dienstleister und Gewerbetreibende nutzten die Gunst der Stunde, renommierte Galeristen ergriffen die Möglichkeiten, die die einstigen Produktionshallen boten.

Ein Hauch von Soho

Heute ist Zürich West das Trendquartier schlechthin mit einem Hauch von

Soho. Eine Schönheit ist es nicht. Mittendrin steht eine Kehrichtverbrennungsanlage. Die schnurgerade, hässliche Hardbrücke durchschneidet den Stadtteil von Nord nach Süd. Einzelne Wohnhäuser kontrastieren mit unförmigen Zweckbauten. Anderswo wird das Nebeneinander von alt und neu zelebriert: Auf dem Areal von Sulzer-Escher-Wyss restaurieren Bauarbeiter gegenwärtig die über hundertjährige, 1987 stillgelegte Giessereihalle. Sie bildet in Zukunft den Kern eines 170 Meter langen siebenstöckigen Glaspalastes, der darum herum erstellt wird. Die klingenden Namen aus der Blütezeit der Industrialisierung leben mit anderer Bedeutung fort. Auf dem Steinfels-Areal (der Seifensieder verlegte die Produktion 1986 aus der Stadt.) entsteht eine riesige Wohnüberbauung. Maag steht nicht mehr für Zahnräder, sondern für einen Komplex, wo sich auf faszinierende Weise neben vorderhand noch industriell genutzten Werkstätten ein Kaleidoskop unterschiedlichster Mieter, von der Modedesignerin bis zum Architekten, eingemietet hat. In der Maag-Halle werden z.B. Musicals  aufgeführt. Entlang der Limmat, wo einst das Textilunternehmen Schoeller wirtschaftete, leben heute mehrere hundert Menschen in «Limmatwest», der bisher grössten Wohnsiedlung im Quartier.

Boomtown im Nordwesten.

Bedenken, das schmale Areal am schattigen Flussufer, durchschnitten von einem Bahnviadukt, sei dafür ungeeignet, erwiesen sich als unbegründet. Die meisten der 320 Wohnungen waren vor Bauabschluss verkauft oder vermietet. Beim Begriff «Toni Molkerei» denken Zürichs Nachtschwärmer nicht an Joghurt, sondern an ein gestyltes Szenelokal.

Zürich West umfasst das Gebiet vom Hardturm bis zur Bahnlinie nach Wikpingen, deren gekrümmter Viadukt die Trennlinie zwischen dem Wohnquartier und den Arbeitsgebieten im Kreis 5 bildete. Gut 5000 Einwohner sollen hier einmal leben, gegen 20 000 Arbeitsplätze zumeist neu entstehen.

Es waren Kulturschaffende verschiedener Sparten sowie das Migros-Museum und die Kunsthalle im Löwenbräu-Areal, die als Erste den Trend setzten. Das Schauspielhaus hat ihn mit seinem Entscheid, die einstige Schiffbauhalle auf dem Escher-Wyss-Areal zur Bühne auszubauen, noch verstärkt und einen Anziehungspunkt geschaffen.

Bier, frisch ab Turbine

Welch guter Nährboden Zürich West, wie im 19. Jahrhundert, für Unternehmensgründungen ist, zeigt beispielhaft Zürichs einzige Bierbrauerei. 1997, ein Jahr nach der Stilllegung von Hürlimann, fingen einige Pioniere an in einer unwirtlichen Ecke in einem Keller an, Bier zu brauen. Der Kampf um die Finanzierung sei, so schreiben sie heute ironisch, geprägt gewesen von «mit Mitleid erfülltem Schulterklopfen der Kreditchefs diverser Banken». Die Alternative Bank sprang ein und das

«Turbinenbräu» avancierte rasch zum Partybier von Zürich. Inzwischen reichen die Produktionsanlagen nicht mehr aus. In diesem Jahr bezieht der Betrieb geeignetere Räumlichkeiten südlich der Geleiseanlagen.

Die erfolgreichen Jungunternehmer betrachten Bier als «lokales Frischprodukt» und werden damit weiter - nicht nur in Zürich West - die Trendlokale versorgen.

Auch eine neue Tramlinie ist geplant, man kann im Infotram neben dem Schiffbau mehr darüber erfahren.

Diese Informationen, aus der Presse zusammengetragen, haben hoffentlich in Vielen  die Lust erweckt diesen Stadtteil kennenzulernen und bei unserem Samstags-Event am 23.4. dabei zu sein.

 

Yvonne Helweg